Die schnellste Comedy-Maschine der Geschichte — und die verletzlichste
| Geboren | 21. Juli 1951, Chicago, Illinois |
| Gestorben | 11. August 2014, Paradise Cay, Kalifornien |
| Aktiv | 1976–2014 |
| Oscar | Bester Nebendarsteller — Good Will Hunting (1998) |
| Bekannt für | Mork & Mindy, Mrs. Doubtfire, Good Morning Vietnam |
Robin Williams war kein normaler Comedian. Sein Gehirn arbeitete auf einer anderen Frequenz — er konnte in Sekundenbruchteilen zwischen Charakteren, Akzenten, Zeitperioden und Konzepten wechseln, mit einer Geschwindigkeit, die Mitcomedians und Publikum gleichermaßen atemlos zurückließ.
Bob Hope nannte ihn nach einer gemeinsamen Bühnenauftrittserfahrung "die schnellste Reaktionszeit, die ich je erlebt habe". Williams selbst erklärte seine Impulskontrolle (oder deren Fehlen) später als neurologisches Phänomen.
Sein Durchbruch kam 1978 mit der Sitcom "Mork & Mindy", in der er einen Außerirdischen spielte — eine Rolle, die ihm erlaubte, seine improvisatorischen Talente ohne Filter zu entfalten. Es folgten Jahrzehnte als einer der vielseitigsten Entertainer Hollywoods.
Von der Anarchie seiner frühen Stand-Up-Auftritte über dramatische Rollen in "Good Will Hunting" und "Dead Poets Society" bis hin zu Familienkomödien wie "Mrs. Doubtfire" — Williams beherrschte jedes Genre.
Seine Stand-Up-Specials sind Dokumente einer einzigartigen Energie. "Robin Williams: Live at the Met" (1986) zeigt ihn auf dem Höhepunkt seiner Raserei — 90 Minuten reines, unkontrolliertes Genie.
"Weapons of Self Destruction" (2009) ist anders: nachdenklicher, persönlicher, noch immer brillant, aber mit einer Tiefe, die man nur von jemandem bekommt, der viel erlebt und überlebt hat.
Williams' Tod 2014 erschütterte die Welt. Posthum wurde bei ihm Lewy-Körper-Demenz diagnostiziert — eine Erkrankung, die seine Frau Susan Schneider als den Grund für seine sich verschlechternden Symptome und Verfassung beschrieb.
Sein Werk lebt weiter: als Schauspieler in unsterblichen Filmen, als Comedian in Specials, die noch immer Maßstäbe setzen, und als Mensch, der der Welt gezeigt hat, dass man gleichzeitig das Lustigste und das Traurigste im Raum sein kann.
You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it.
— Robin Williams
| Titel | Plattform | Beschreibung |
|---|---|---|
| Live at the Met | HBO | 1986 — Sein rasantestes, anarchischstes Special |
| An Evening at the Met | HBO | Klassiker aus der Blütezeit seiner Bühnenpräsenz |
| Weapons of Self Destruction | HBO | 2009 — Reifer, persönlicher, noch immer feurig |
| Live on Broadway | HBO | 2002 — Zwei Stunden non-stop Improvisation |
You're only given a little spark of madness. You mustn't lose it.
No matter what people tell you, words and ideas can change the world.
Reality is just a crutch for people who can't handle drugs.