Der Pate des modernen Stand-Up — roh, ehrlich, revolutionär
| Geboren | 1. Dezember 1940, Peoria, Illinois |
| Gestorben | 10. Dezember 2005, Encino, Kalifornien |
| Aktiv | 1963–2005 |
| Bekannt für | Autobiografische Comedy, Rassenthematik |
| Einfluss auf | Eddie Murphy, Dave Chappelle, Chris Rock |
Richard Pryor ist nicht einfach ein Comedian — er ist der Grund, warum moderne Stand-Up Comedy so klingt, wie sie heute klingt. Geboren 1940 in einem Bordell in Peoria, Illinois, aufgewachsen in Armut und Gewalt, schuf Pryor aus seiner schmerzhaften Biografie eine völlig neue Form des Humors.
Vor Pryor gab es kaum schwarze Comedians, die offen über Rassismus, Armut und persönliches Trauma sprachen. Er änderte die Spielregeln vollständig — und jeder, der nach ihm kam, spielt nach Pryors Regeln.
Pryors Comedy lebt von absoluter Aufrichtigkeit. Er sprach über seine Drogensucht, seine Obdachlosigkeit, seine gescheiterten Ehen und den Unfall, bei dem er sich fast zu Tode verbrannte — und machte all das komisch, weil er es mit einer Ehrlichkeit erzählte, die das Publikum entwaffnete.
Dave Chappelle, Eddie Murphy, Chris Rock — sie alle nennen Pryor als ihre größte Inspiration. Sein Einfluss reicht weit über Comedy hinaus: Als Schauspieler, Autor und gesellschaftlicher Kommentator prägte er die amerikanische Populärkultur des 20. Jahrhunderts.
"Richard Pryor: Live in Concert" (1979) gilt als das beste Stand-Up-Special aller Zeiten — kein Special davor oder danach hat die Form so definiert. "Live on the Sunset Strip" (1982), aufgenommen kurz nach seinem fast tödlichen Drogenunfall, ist noch ehrlicher, noch schmerzhafter, noch lustiger.
Pryor verwandelte das, was andere als untragbar empfanden, in Kunst. Er zeigte, dass die größten Tragödien auch die größten Komödien sein können — wenn man mutig genug ist, sie zu erzählen.
Richard Pryor starb 2005 an den Folgen von Multipler Sklerose, die er seit 1986 hatte. Er hinterließ ein Werk, das die Stand-Up Comedy für immer veränderte.
Der Rolling Stone nannte ihn den größten Comedian aller Zeiten. Comedy Central platzierte ihn auf Platz 1 seiner Liste der größten Stand-Up-Comedians. Seine Specials sind Pflichtprogramm für jeden, der Stand-Up wirklich verstehen will — nicht nur als Unterhaltung, sondern als Kunstform.
I went to Zimbabwe. I know how white people feel in America now; relaxed! Cause when I heard the police car I knew they wasn't coming after me!
— Richard Pryor
| Titel | Plattform | Beschreibung |
|---|---|---|
| Live in Concert | Film | Das beste Stand-Up-Special aller Zeiten (1979) |
| Live on the Sunset Strip | Film | Über seinen Drogenunfall — ehrlichstes Special der Geschichte |
| Here and Now | HBO | 1983 — Politisch, persönlich, kompromisslos |
| Is It Something I Said? | Reprise Records | Live-Album 1975 — Grammy-Gewinner |
I went to Zimbabwe. I know how white people feel in America now.
There's a thin line between to laugh with and to laugh at.
Comedy is acting out optimism.