Georgias Beitrag zur britischen Comedy — der schärfste transatlantische Blick
| Geboren | 24. September 1969, Albany, Georgia |
| Aktiv | 1999–heute (in Großbritannien seit 2000) |
| Bekannt für | Pride & Prejudice & Niggas (DVD), QI (BBC) |
| Standort | Lebt in London, arbeitet primär im britischen Markt |
| Stil | Amerikanische Direktheit trifft britische Comedy-Konvention |
Reginald D. Hunter wuchs in Albany, Georgia auf — tief im amerikanischen Süden, mit einer Geschichte von Rassentrennung und Bürgerrechtsbewegung als direktem Hintergrund. Mit 30 Jahren zog er nach London, um Schauspiel zu studieren, und blieb für die Comedy.
Sein Stil ist sofort erkennbar: die Direktheit des amerikanischen Südens, kombiniert mit dem analytischen Ton der britischen Comedy-Tradition. Es ist eine Kombination, die in Großbritannien funktioniert, weil sie so anders ist als alles Einheimische.
Hunters bekanntestes Material handelt von Rasse — von der amerikanischen Erfahrung erklärt durch britische Augen, von britischem Rassismus gesehen durch amerikanische Erfahrung. Er hat einen einzigartigen doppelten Blick.
Er war einer der ersten Comedians in Großbritannien, die regelmäßig und direkt über das N-Wort sprachen — nicht als Schock, sondern als linguistisches und historisches Thema. Das war und ist in der britischen Comedy ungewöhnlich mutig.
Seine Auftritte in der BBC-Quizshow QI machten ihn einem breiteren britischen Publikum bekannt — als Panelist, der nicht nur witzig, sondern auch informiert und politisch war. QI gibt Comedians Raum, Substanz zu zeigen, und Hunter nutzte ihn.
Seine BBC-Specials und DVD-Specials wie "Pride & Prejudice & Niggas" und "In the Midst of Crackers" sind bekannt für ihre Länge, Dichte und die Bereitschaft, unbequeme Themen vollständig auszuführen.
Hunter ist weder vollständig amerikanisch noch britisch — er steht zwischen beiden Welten und kommentiert beide mit dem Vorteil der Distanz. Diese Position macht ihn einzigartig in der Comedy: er kann Amerika von außen und Großbritannien von innen sehen.
In Deutschland ist er relativ unbekannt — aber für alle, die an der Verbindung zwischen amerikanischer und britischer Comedy und am Thema Race in transatlantischem Kontext interessiert sind, ist er Pflichtlektüre.
I'm not racist. I just notice things that other people are too polite to mention.
— Reginald D. Hunter
| Titel | Plattform | Beschreibung |
|---|---|---|
| Pride & Prejudice & Niggas | DVD/YouTube | Sein definitivstes Special — direkt, politisch, unvergesslich |
| In the Midst of Crackers | DVD/YouTube | Über das Leben eines Amerikaners in Großbritannien |
| QI Appearances | BBC/YouTube | Panel-Comedy auf höchstem Niveau |
| Reginald D. Hunter Live | BBC/YouTube | Tour-Special — transatlantische Gesellschaftskritik |
I'm not racist. I just notice things that other people are too polite to mention.
America and Britain are two countries separated by a common delusion.
Race in Britain is different from race in America. But not as different as British people think.